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Atheismus Artikel
Buch-Tipp: Christ sein. MENSCHSEIN Beim Thema Welt-Ethos und Christentum kommt man an Hans Küng nicht vorbei. Er setzt die Massstäbe christlichen Lebens, wozu die katholische Kirche leider auch heute noch nicht imstande ist.
Alle grossen Religionen fordern bestimmte ethische Grundnormen und handlungsleitende Maximen, die von einem Unbedingten, einem Absoluten her begründet... | |
Der Begriff Atheismus (v. griech.: άθεος - átheos: gottlos) genannt zusammenfassend jede Form philosophischer oder weltanschaulicher Annahmen, die die Existenz eines Gottes oder mehrerer Götter und allgemein von transzendentalen Wesen verneinen.
Die Nennung „Atheismus“, für eine, die Existenz eines Gottes verneinende Weltanschauung, stammt aus dem 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr.
Der Begriff wurde ursprünglich als abwertende Nennung ("gottlos") für Anschauungen benutzt, die in dem Konflikt mit den etablierten Religionen standen, vielfach auch für neu entwickelte religiöse Anschauungen, die meist durchaus eigene Götter kannten. Auch die Christen wurden zunächst als αθεoι atheoi genannt.
Obwohl es Religionen gibt, die keine Götter kennen, versteht man häufig unter Atheisten Menschen, die die Annahme der Existenz von Göttern oder, generell, von übernatürlichen Wesen (Geister, Engeln, Dämonen) oder Kräften für falsch erachten.
Um das Thema Atheismus diskutieren zu können, muss zunächst eine Begriffsdefinition vorgenommen werden. Das pantheistische Gotteskonzept bei dem die Alleinheit des Universums die Schöpferrolle einimmt, zählt möglicherweise in den Augen eines Theologen, der Gott als „Persönlichkeit“ mit Charakter und Reizbarkeit sehen will, als zu passiv und technisch und damit atheistisch.
Zu unterscheiden ist zwischen einer „starken“ und einer „schwachen“ Form des Atheismus:
- Der „starke“ Atheist glaubt, dass es Gott nicht gibt (positiver Atheismus).
- Der „schwache“ Atheist glaubt nicht, dass es Gott gibt (negativer Atheismus).
Das heißt: Die starke Form des Atheismus basiert auf der Annahme, dass es Götter und sonstige übernatürliche Wesen tatsächlich nicht gibt, während Antitheismus eine kämpferische Note enthält und in der Negation den Begriff wieder etabliert.
Besonders starke Formen postulieren, dass es diese Götter auch nicht geben kann. Außerdem gibt es auch eine Form des praktischen Atheismus , der die theoretische Möglichkeit anerkennt, dass derartige Entitäten existieren, sich aber lebenspraktisch nicht daran orientiert (siehe auch Ignostizismus).
Hierbei muss man den Atheisten von dem Agnostiker abgrenzen. (In der Religionswissenschaft und Theologie bezeichnet man jemanden als Gnostiker, wenn er die direkte Erfahrbarkeit oder Erkennbarkeit seiner Götter behauptet. Dem wurden die Agnostiker gegenüber gestellt, die einen Glauben auch ohne die Erfahrbarkeit Gottes vertraten.) Der Begriff des Agnostiker wird häufig so benutzt, dass ein Agnostiker jemand sei, der die Frage nach der Existenz eines Gottes für unentscheidbar halte. Der Agnostiker vermeidet deswegen Aussagen sowohl über die Existenz von Göttern als auch über deren Nichtexistenz.
In der Vergangenheit wurden Atheisten häufig ca. durch ihre ablehnende Haltung gegenüber etablierten Religionen und deren Lehren charakterisiert, wie etwa die
Ansicht, dass das Alte Testament und das Neue Testament der Bibel sowie der Koran reines Menschenwerk und nicht durch einen Gott inspiriert sei, oder die Auffassung, dass Jesus Christus nicht auferstanden sei oder sogar nie gelebt hat.
Heute stellt sich der Atheismus in einer Vielzahl von Ausrichtungen dar:
Beispielsweise sind die Freidenkerbewegung, der Humanismus und der Existenzialismus eng mit dem Atheismus verbunden. Der moderne Sozialismus und Kommunismus sind häufig atheistisch, der Anarchismus ist es nach einem volkstümlichen Verständnis eigentlich immer; zu beachten ist allerdings, dass es innerhalb der christlichen Theologie eine Denkrichtung gibt, die unter Rückgriff auf die jüdisch-biblische Herrschaftskritik (1. Buch Samuel Kapitel 12, Richterbuch Kapitel 9) Anarchismus als ideale religiöse Form des Zusammenlebens darstellt. Weitere Ausrichtungen des Atheismus sind Materialismus, Nihilismus und wissenschaftlicher Naturalismus.
Nach einer landläufigen Meinung hat Immanuel Kant in seinem Werk Kritik der reinen Vernunft gezeigt, dass es keinen Beweis für die Existenz Gottes gebe. Tatsächlich hat Kant ca. gezeigt, dass den bis dahin üblichen Argumenten für die Existenz Gottes keine Beweiskraft in dem strengen Sinne beikommt. Immanuel Kant hat später versucht, diese Lücke zu schließen, indem er in der Kritik der praktischen Vernunft einen nach seiner Auffassung stichhaltigen Beweis für die Existenz Gottes vorstellte. Darin fand er wenig Zustimmung. Dafür beeinflussten die Argumente gegen die bisherigen Gottesbeweise die Entwicklung der Philosophie und selbst der Logik.
In der in dem 20. Jahrhundert entwickelten analytischen Philosophie wurden Fragen nach der Existenz oder Nichtexistenz Gottes sowie metaphysische Fragen anfänglich als unsinnig, nichtbehandelbar oder gar als irrelevant angesehen. Die zeitgenössische Analytische Philosophie beschäftigt sich indessen wieder ausführlich mit metaphysischen und, speziell, religionsphilosophischen Themen. In der theoretischen Informatik gibt es Strömungen, die mit der Beantwortung des Halteproblems die Nichtexistenz eines Gottes als bewiesen erachten, während andere Gottesbeweise für überzeugend halten. Die Vertreter des positiven Atheismus glauben, in dem Gegensatz zu den Befürwortern des ca. negativen Atheismus, nicht ca. nicht, dass Gott existiert, sondern überdies, dass Gott nicht existiert, welche rationale Überzeugung sich auf eine Reihe atheologischer Argumente stützt, die jeweils in die Schlussfolgerung der Nichtexistenz Gottes münden. Wenn sich beispielsweise zeigen lässt, dass die dem Gott der drei monotheistischen Weltreligionen zugeschriebenen Merkmalen semantisch widersinnig oder logisch widersprüchlich sind, dann kann es jenen Gott nicht geben, da logisch Unmögliches nicht wirklich sein kann. Der entscheidende Punkt ist nämlich, dass man zwar in modallogisch gültiger Weise von bloßer logischer Unmöglichkeit auf Unwirklichkeit schließen kann (z.B.: Wenn es unmöglich ist, dass es regnet, dann regnet es auch nicht.), aber nicht von bloßer logischer Möglichkeit auf Wirklichkeit (z.B.: Wenn es möglich ist, dass es regnet, dann heißt dies nicht unbedingt, dass es regnet.). Die häufig zu lesende Behauptung, man könne die Nichtexistenz Gottes grundsätzlich nicht beweisen, ist jedenfalls falsch. Sollte es den Theisten allerdings gelingen, eine absolut konsistente und kongruente Charakterisierung des göttlichen Wesens darzulegen, dann können immerhin die rein apriorischen Argumente der Atheologen zu keinem Erfolg führen. Es kann aber noch versucht werden, die Existenz eines Gottes zu widerlegen, indem zwischen empirischen Aussagen über die Welt und denen dem jeweilgen Gott zugeschriebenen Merkmalen Widersprüche aufgezeigt werden. Eine solche Argumentation ist z.B. das Theodizee - Problem, bei dem versucht wird aus der empirischen Feststellung, dass es Übel in der Welt gibt, einen Gott, der allmächtig, allwissend und allgütig ist, zu widerlegen.
Formen des Atheismus, die die Heiligen Schriften zwar als Menschenwerk sehen, aber für ihre inhaltlichen Weisheiten nicht generell abgeneigt sind, existieren. Diese Atheisten greifen durchaus auch auf die von den Schreibern der Bibel niedergelegten Informationen zurück, wobei sie allerdings auch zwischen den Zeilen lesen, oder den Text wörtlicher nehmen, als theologisch Religiöse die symbolischen Interpretationen vorziehen. So zu dem Beispiel benutzen Atheisten die bekannte Einleitung des Johannes-Briefs als unverschlüsselte Aussage: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. (Johannes 1:1 (http://www.bibel-online.net/buch/43.johannes/1.html)). Für bibelkundige Atheisten bedeutet das, dass die Menschen zu Sprechen lernten und sich dadurch erhoben und das Wort mächtig wurde. Tatsächlich waren es fast stets die Stammesführer, denen der literarische Nachlass zugeschrieben wird. Natürlich legen die Mächtigen ihrer Wortschöpfung exakt die gewünschten Merkmalen bei, um das Volk nach ihrer Vorstellung zu führen.
Buch-Tipp: Christentum und Atheismus im Vergleich zu Okkultismus und Magie Für echte Wahrheitssucher !! Der Autor dieses Buches vergleicht vorurteilslos die Weltanschaulichen Systeme, wobei sehr schnell klar wird, wo der Betrug bzw. der Aberglaube
sein Unwesen treibt. Er legt klar da, das die echten Okkulten Lehren
ethisch und moralisch bei weitem alles übertreffen, was der Atheismus,
die Wissenschaft und Religionen jemals... |
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Ein atheistischer Standpunkt an sich ist noch keine eigene Religion oder Glaubensrichtung, sondern ca. die Festlegung in einer einzelnen, wenn auch weitreichenden, Frage. Weitere Elemente wie Normengebung und Sinnstiftung, wie sie für Religionen oder auch Ideologien charakteristisch sind, fehlen hier noch. Es gibt aber Religionen und Ideologien die auf einem atheistischen Standpunkt aufbauen.
Eine besondere Spielform des religiösen Atheismus findet sich in der buddhistischen Philosophie. Während der Volksglaube an der Verehrung einzelner Gottheiten festhält, betont die Philosophische Theologie die Nichterkennbarkeit Gottes. Diese Form des Atheismus ist am ehesten mit dem christlich-jüdischen Gottesverständnis vereinbar, nach welchem es undenkbar ist, sich von Gott irgendein Bild zu machen.
In der Zeit nachdem Zweiten Weltkrieg hat sich eine Theorie des atheistischen Christentums entwickelt, die sich explizit auf das Schweigen Gottes auf die Vernichtung von Millionen Juden durch deutsche Nationalsozialisten bezieht. Die deutsche Theologin Dorothee Sölle ist die bekannteste Vertreterin dieser Richtung. Sie fand in Auseinandersetzung mit der Civil Religion christlicher Gesellschaften zu einer neuen Form christlicher Spiritualität.
Kritiker dieser Theologie wenden ein, dass ein angenommener Gott aufgrund der vom Christentum angenommenen Bejahung der Willensfreiheit des Menschen durch Gott aus Gründen der Logik nicht gegen den Willen des Menschen eingreift. Ein von Gott mit freiem Willen ausgestatteter Mensch habe demnach die Freiheit, gegen den Willen Gottes zu handeln, was die Existenz des Bösen erkläre. Bei dieser Kritik wird allerdings die nicht erwiesene Existenz eines freien Willens vorausgesetzt. Zudem kann man einwenden dass es vielmehr eine Frage nachdem "Charakter" des einzelnen handelnden Menschen ist, als die nach seinem freien Willen.
Buch-Tipp: Christus in Euch. Dynamik des Lebens Ermutigung pur! Wer sich nicht damit zufrieden geben möchte, einfach aus Tradition Christ zu sein, sondern die Dynamik und Kraft des christlichen Glaubens erleben möchte, sollte dieses Buch unbedingt gelesen haben. Obwohl die Erstauflage dieses Buches inzwischen einige Jahre zurück liegt, ist der Inhalt nach wie vor brandaktuell. Der Autor zieht... |
Berühmte Vertreter des Atheismus |
Buch-Tipp: Das Wunder des Theismus. Argumente für und gegen die Existenz Gottes. Ein Klassiker der Religionskritik Der 1981 verstorbene australischer Philosoph John Leslie Mackie lehrte Philosophie an verschiedenen Universitäten in Australien, Neuseeland und Großbritannien.
Das vorliegende Buch beinhaltet eine gelehrte und immer sachliche Abhandlung zu historischen und neuzeitlichen, besetzten und inzwischen wieder verlassenen... |
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- Lachen tötet die Furcht und ohne Furcht kann es keinen Glauben geben. Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, der braucht keinen Gott mehr. („Der Bibliothekar Jorge de Burgos“ in Der Name der Rose)
- Gott ist tot, und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? („Also sprach Zarathustra“ Friedrich Nietzsche)
- In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch stets die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen. (Heinrich Heine)
- Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott. (Ludwig Feuerbach)
- Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen versucht.(Sigmund Freud)
- Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes. (Karl Marx)
- Die Religion ist eine Art geistiger Fusel, im die Sklaven des Kapitals ihre Menschenwürde und ihren Anspruch auf eine halbwegs menschenwürdige Existenz ersäufen." (Wladimir Iljitsch Lenin)
- Wenn Gott wirklich existierte, müsste man ihn beseitigen." (Michail Bakunin als Parodie auf Voltaire)
Buch-Tipp: Der Atheismus-Wahn Eine Wonne, dieses Buch zu lesen! Als ich mein Exemplar ausgepackt habe, war ich auch über das kleine Buch erstaunt. Bis ich entdeckt habe, dass dieses schon die zweite Antwort von McGrath an Dawkins ist. Das andere Buch, "Dawkin's God: Genes, Memes, and the Meaning of Life", habe ich erst bestellt, kann also noch nichts dazu sagen. Auf jeden Fall... |
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